Was für ein Spiel

Das erste Spiel gegen die Challengers aus Zürich wurde forfait gewonnen, da der Gegner offenbar nur über einen Pitcher und keinen Catcher verfügte und somit wurde ein Freundschaftsspiel gespielt, in dem der Coach der Challengers als Catcher fungierte. Gegen den starken Werfer der Challengers präsentierten sich die Cadets ein wenig verhalten, bis Marcus den Ball ins Rightfiel hämmerte und mit seinem Speed locker den inside the park Homerun erzielte. Ansonsten passierte nicht viel, die Black Hawks wechselten natürlich viel durch und zeigten einige gute Ansätze. Je länger je mehr fehlte die Kontrolle der Pitcher auf beiden Seiten und es wurden jeweils 5 Runs gescort, am Ende der Spielstand etwa gleich.
Nach der Pause spielte man dann gegen die Hausherren aus Therwil. Diese hatten gegen den Lions Starter Marcus nichts zu bestellen, 9 Strikeouts in 3 Innings waren ein deutliches Zeichen.
Aber von einem Spieler der bis jetzt in allen U18 Spielen aufräumte, bereits vor 2 Jahren einen Win in der 1. Liga holte und die letzten 2 Jahre der beste Cadets Pitcher war konnte man nicht viel anderes erwarten.
Super war, wie der kleinste Flyers Spieler zeigte dass man im Baseball mit genügend Selbstvertrauen gegen jeden Pitcher bestehen kann. Am Ende eines langen At Bats brachte er den Ball ins Spiel und weil die Hawks auf der ersten Base den Error begingen war er sogar safe und erzielte sogar noch einen Run in der Folge, Hut ab.
In der gleichen Zeit hatten die Hawks selber 4 Runs erzielt und lagen mit 4-1 in Front. Andy hielt die Flyers im vierten Inning ohne Run und die Hawks legten sogar noch einen Run drauf um mit 5-1 in die (vermeintlich) letzte Defense zu gehen.
Langer Rede kurzer Sinn; ein teurer Error, 5 Walks und ein Triple kosteten den sicheren Sieg, Spiel verschenkt - NEIN, bei Bases Loaded gelang das dritte Out und so ging es ins Extra-Inning.
Die Partie nunmehr an Spannung nicht zu überbieten, die Hawks ohne Punkt und dann schossen sie sogar noch den Leadoff-Batter der Flyers ab. Aber nach einem Groundout dann ein Double Play, der Runner war beim Flyout ins Leftfield bereits losgerannt und kam nicht mehr rechtzeitig zurück, also auf in die nächsten Runde.
Die Hawks machten nun Dampf. Ein Double von Jens brachte die Führung und Elliots Single den Zusatzpunkt, mehr hätte es sein müssen, aber die nächsten zwei Hitter konnten dem Druck nicht standhalten und gingen out.
Nun also wieder mit Führung in die Defense und schon wieder den Batter abgeschossen, gibt es soetwas...
Ein böser Error auf 2nd Base - Ball zwischen den Beinen durchgerollt - scorte wieder den Ausgleich, aber der Fielder konnte sich rehabilitieren und das dritte out machen, also wieder in die nächste Runde.
Marcus schlug erneut ein Geschoss ins Outfield und spät im Spiel wurde er mit vollem Risiko zur Homeplate durchgewunken. Die Flyers zeigten eine unglaubliche Verteidigungsleistung mit perfektem Relay und Tag und verhinderten so die erneute Führung.
In der Hawks Defense agierte nunmehr der vierte Pitcher des Spiels und trotzt zwei Walks wurden die 3 Outs eigentlich recht locker gemacht, die Zürcher wieder im Angriff.
Schon im neunten Inning und bereits 3 Stunden gespielt, die Hawks strandeten einen Läufer auf der 3rd Base.
Die Flyers ihrerseits holten einen Walk und zwei Steals später stand der Winning Run knapp vor Homeplate. Der Batter schlug zwischen 1st Baseline und Pitcher, dieser hatte den Ball und checkte den Runner - aber nicht überzeugend genug - und auf dem Out an der 1st Base punktete der Runner für die Therwil Flyers.
Ein wahnsinns Spiel, an Spannung und Intensität eines der besten das je von 2 Cadets Teams geboten wurde und wohl auch eines der längsten. Grosses Kompliment an alle Beteiligten, mit dem besseren Ende für Therwil.
Diese sahen eigentlich das ganze Spiel wie der sichere Verlierer aus, aber kämpften sich immer wieder zurück. In der Verlängerung waren die Hawks eher in Rücklage, konnten sich aber unter grösstem Druck immer wieder befreien und selbst beim Siegespunkt machte die Defense eigentlich alles richtig, nur der Runner spekulierte besser und merkte, dass es kein Play auf ihn geben würde und bescherte somit den Baslern den Sieg.













